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Faelwen

Aus Archiv von Adurath

Archivrolle Nr. 12 „Von den Faelwen Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Geschichte

Als drittes der alten Völker Aduraths gelten die Faelwen, deren Existenz sich bereits seit vielen Jahrhunderten in den Chroniken nachweisen lässt. Zwar wurden sie erst merklich später als Alvaren und Dvergen erstmals bewusst wahrgenommen, doch legen zahlreiche Hinweise nahe, dass sie schon lange zuvor im Verborgenen lebten. Noch heute begegnet man ihnen nur selten, denn die Halblinge meiden große Städte und die Nähe fremder Völker und ziehen es vor, in kleinen, abgeschiedenen Gemeinschaften zu bestehen.

Ihre Siedlungen liegen fern der großen Handelsrouten, verborgen in sanften Hügellandschaften oder fruchtbaren Tälern. Dort führen sie ein Leben, das von vielen als einfach bezeichnet wird — ein Urteil, das der Wahrheit nur teilweise gerecht wird. Die Faelwen streben weder nach Macht noch nach militärischer Stärke, noch hegen sie Interesse an politischem Einfluss. Stattdessen widmen sie sich mit großer Sorgfalt dem bestellten Boden, der Pflege ihrer Gemeinschaft und der behaglichen Gestaltung ihrer Heimstätten.

Diese Wohnstätten finden sich häufig unter grasbewachsenen Hügeln, deren Eingänge kunstvoll verborgen sind. Innen jedoch offenbaren sie geräumige, warme und sorgfältig eingerichtete Höhlen, die von einem ausgeprägten Sinn für Gemütlichkeit zeugen. Ordnung, Sauberkeit und Gastlichkeit gelten als hohe Tugenden dieses Volkes.

Ähnlich wie die Alvaren fühlen sich auch die Faelwen der Natur tief verbunden. Doch im Gegensatz zu jenen bleibt ihnen der bewusste Umgang mit deren Magie größtenteils verschlossen. Zauberwirker sind unter Faelwen äußerst selten.

Erscheinungsbild

Faelwen sind von kleiner Gestalt und unterscheiden sich trotz oberflächlicher Ähnlichkeit deutlich von den Zwergen. Ihre Körpergröße liegt in der Regel bei etwa hundert Maßeinheiten; nur wenige erreichen mit Glück eine Höhe von bis zu einhundertzwanzig Maßeinheiten. In ihrem Lebensalter übertreffen sie den Menschen kaum, denn die meisten Faelwen werden knapp hundert Jahre alt.

Ihr Körperbau variiert von schmal bis stämmig, neigt jedoch eher zur Rundlichkeit als zu ausgeprägter Muskelkraft. Dennoch sind Faelwen überraschend flink und beweglich. Viele Berichte schildern ihre bemerkenswerte Fähigkeit, sich leise zu bewegen oder in ihrer Umgebung nahezu zu verschwinden, wenn sie es darauf anlegen.

Im Gegensatz zu Dvergen besitzen Halblinge kaum ausgeprägte Körperbehaarung. Ihre Gesichtszüge wirken auf andere Völker meist freundlich und unscheinbar, weshalb sie häufig als angenehme und unkomplizierte Gestalten wahrgenommen werden.

Lebensweise

Ähnlich wie die Alvaren verfolgen die Halblinge ein ruhiges Leben im Einklang mit ihrer Umgebung. Doch selbst die Alvaren, so heißt es unter Gelehrten, könnten sich von der Gelassenheit und Zufriedenheit der Faelwen noch manches abschauen. Für dieses kleine Volk liegt der wahre Reichtum nicht in Macht oder Wissen, sondern in Beständigkeit, Gemeinschaft und einem friedvollen Alltag.

Die meisten Faelwen leben als Bauern in kleinen Dörfern, eingebettet in fruchtbare Täler und sanfte Hügellandschaften. Ihre Felder sind sorgfältig bestellt, ihre Gärten gepflegt, und kaum ein Stück Land bleibt ungenutzt. Landwirtschaft ist für sie nicht nur Lebensgrundlage, sondern fester Bestandteil ihrer Identität. Sie arbeiten mit Geduld und Hingabe, und ihre Ernten gelten weithin als zuverlässig und von bemerkenswerter Qualität.

Nur wenige Faelwen übernehmen Aufgaben als Wachen, und noch weniger verlassen ihre Heimat, um allein durch die Welt zu ziehen. Abenteuerlust ist ihnen fremd, doch nicht aus Feigheit, sondern aus Zufriedenheit mit dem, was sie besitzen. Wer dennoch aufbricht, tut dies meist aus besonderem Anlass — und kehrt, sofern möglich, stets zurück.

Das soziale Leben der Faelwen ist reich an Festen und Zusammenkünften. Besonders Geburtstage besitzen einen hohen Stellenwert und werden mit großer Freude begangen. An solchen Tagen kommen ganze Dörfer zusammen, um zu essen, zu trinken, Geschichten zu teilen und die Gemeinschaft zu feiern. Lachen und Musik erfüllen dann die Straßen, und selbst Fremde finden selten eine verschlossene Tür.

Von einem Faelwen zum Essen eingeladen zu werden, gilt als eine der höchsten Formen der Anerkennung. Sie legen großen Wert auf reichhaltige, gute Mahlzeiten und teilen diese großzügig. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass Faelwen mit erstaunlicher Hingabe essen — und ebenso bereitwillig nachschenken. Für sie ist das gemeinsame Mahl Ausdruck von Vertrauen, Freundschaft und echter Gastfreundschaft.

Im Ganzen betrachtet gelten die Faelwen als das gastfreundlichste Volk Aduraths. Wer friedlich kommt, wird empfangen; wer hungrig ist, wird gespeist; und wer müde ist, findet einen Platz am Feuer. In ihrer stillen Art erinnern sie die übrigen Völker daran, dass Größe nicht im Maß des Körpers liegt, sondern im Herzen.

Ende der Archivrolle Nr. 12


Archivrolle Nr. 13 – „Von den Maerren Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Auch wenn die meisten Faelwen ein ruhiges und genügsames Leben führen, so finden sich unter ihnen vereinzelt jene, die dem Ruf des Abenteuers nicht widerstehen können. Besonders unter den sogenannten Maerren ist diese Neigung ausgeprägt. Sie gelten als neugierig, tollkühn und ungewöhnlich wanderfreudig für ihr Volk.

Die Maerren lassen sich bevorzugt in sanften Hügellandschaften nieder, oft in der Nähe von Flüssen, Sümpfen oder langsam fließenden Gewässern. Dort verbinden sie Arbeit und Müßiggang auf ihre eigene Weise: Sie bestellen den Boden, legen Fallen aus, halten ihr Mittagsschläfchen im Gras — und versuchen am Abend ihr Glück beim Angeln.

Äußerlich unterscheiden sich die Maerren deutlich von anderen Faelwen. In ihrer Größe erinnern sie an Dvergen, während ihre breiten, leicht verlängerten Ohren an jene der Alvaren gemahnen. In ihrer Erscheinung wie auch in ihrem Wesen stehen sie zwischen den Völkern — stets ein wenig neugieriger, ein wenig wagemutiger als ihre Verwandten.

Erscheinungsbild
Größe: bis 140 Maßeinheiten
Statur: Rundlich, teils Muskulös
Hautfarbe: Helle bis sonnengebräunte Hautfarbe
Heimat: Hügel, vorzugsweise nahe seichten Gewässern
Glauben: Glaube der Faelwen
Äquivalent: Hobbits (HdR)

Ende der Archivrolle Nr. 13


Archivrolle Nr. 14 – „Von den Brannen Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Die Brannen gelten als eine der ruhigsten und zurückgezogensten Sippen unter den Faelwen. Sie schätzen Frieden, Stille und alles, was wächst und gedeiht. Essen, Gemeinschaft und ein geordnetes Leben stehen für sie im Mittelpunkt ihres Daseins.

Gegenüber anderen Völkern verhalten sie sich zurückhaltend und mit spürbarem Misstrauen. Unter ihresgleichen jedoch sind sie offen, gesellig und von herzlicher Art. Ihre Siedlungen finden sich bevorzugt an Auen, in fruchtbaren Tälern und auf sanften Hügeln, wo sie der Natur nahe sein können. Die Brannen errichten keine großen Häuser. Stattdessen bauen sie kleine, auf ihre Größe zugeschnittene Behausungen mit Grasdächern und weitläufigen Gärten. Besonders wohl fühlen sie sich in ihren liebevoll ausgekleideten, unterirdischen Höhlen, die mehr an behagliche Wohnstätten als an einfache Unterkünfte erinnern. In ihrer stillen Lebensweise verkörpern die Brannen wohl am deutlichsten das, was viele unter einem typischen Faelwen verstehen.

Erscheinungsbild
Größe: bis 140 Maßeinheiten
Statur: Rundlich, füllig
Hautfarbe: helle bis dunklere Hautfarbe
Heimat: Auen, Täler, sanfte Hügel
Glauben: Glaube der Faelwen
Äquivalent: Hobbits (HdR)

Ende der Archivrolle Nr. 14


Archivrolle Nr. 15 – „Von den Weyden Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Die Weyden finden ihre Heimat zumeist in lichten Wäldern, unweit jener grünen Ebenen und Hügellandschaften, in denen auch Maerren und Brannen siedeln. Im Gegensatz zu vielen anderen Faelwensippen suchen sie jedoch nicht die Abgeschiedenheit, sondern pflegen regen Kontakt zu ihren Nachbarn.

Besonders zu den Thálvar bestehen enge Beziehungen, die auf gegenseitigem Respekt und langjähriger Vertrautheit beruhen. Auch anderen Völkern begegnen die Weyden offener als ihre Verwandten, was sie zu geschätzten Mittlern zwischen den Gemeinschaften macht.

Da das dichte Wurzelwerk des Waldes das Anlegen unterirdischer Höhlen erschwert, errichten sie ihre Behausungen meist über der Erde. Kleine, gut getarnte Häuser aus Holz und Naturmaterialien fügen sich unauffällig in ihre Umgebung ein und zeugen von ihrem feinen Verständnis für die Gegebenheiten des Waldes.

So stehen die Weyden sinnbildlich zwischen den Welten — Faelwen im Herzen, doch mit einem Blick, der weiter reicht als der vieler ihrer Sippe.

Erscheinungsbild
Größe: bis 135 Maßeinheiten
Statur: Rundlich, teils schlank
Hautfarbe: helle bis dunklere Hautfarbe
Heimat: Waldränder, lichte Wälder
Glauben: Glaube der Faelwen
Äquivalent: Hobbits (HdR)

Ende der Archivrolle Nr. 15


Archivrolle Nr. 16 – „Glaube der Faelwen Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Es ist nicht eindeutig bekannt, ob die Faelwen einer festen Religion folgen. Wohl aber weiß man, dass sie in tiefer Verbundenheit mit der Natur leben und Feste im Einklang mit deren Zyklen begehen. Die Faelwen, ein überaus heiteres und lebensfrohes Volk, sind dafür bekannt, diese Bräuche zu wahren, ohne sie jedoch mit strenger Ernsthaftigkeit zu verfolgen. Unter ihnen ist es üblich, Vollmonde und andere bedeutsame Naturereignisse feierlich zu zelebrieren. Der Glaube der Faelwen gilt gemeinhin als äußerst friedfertig und freundlich; so schließen sie niemanden, ungeachtet dessen Glaubens, von ihren Ritualen aus. Ferner ist bekannt, dass Faelwen, die mit Alvaren zusammenleben oder sich in deren Nähe aufhalten, mitunter Elemente des alvarischen Glaubens annehmen. Dieses Phänomen lässt sich jedoch ausschließlich bei Faelwen und Alvaren beobachten, da beide Völker ihre tiefe Naturverbundenheit teilen.

Ende der Archivrolle Nr. 16