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Zwerge: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Archiv von Adurath
Die Seite wurde neu angelegt: „<div class="archiv-scroll"> ==Archivrolle Nr. 24 – „Von den Zwergen Aduraths“== <i>verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära<br> von Chronist Merolan Tarfried<br></i> <i>Die Zwerge zählen gemeinsam mit den Elfen zu den ältesten bekannten Völkern Aduraths. Während Elfen ihre Ursprünge offen im Licht der Welt verorten, berichten mir die Zwerge selbst, mit unbeirrbarer Gewissheit, dass ihr Volk bereits existierte, ehe die ersten Spitzohren die Wäld…“
 
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'''Ende der Archivrolle Nr. 24'''
'''Ende der Archivrolle Nr. 24'''
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==Archivrolle Nr. 25 – „Von den Eisenfäusten Aduraths“==
<i>verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära<br>
von Chronist Merolan Tarfried<br>
Die Eisenfäuste zählen zu den am weitesten verbreiteten Zwergenstämmen Aduraths. Ihre Reiche finden sich
sowohl in gemäßigten Gebirgen als auch in den kalten Höhen des Nordens, wo sie tief in den Fels eindringen
und weitläufige Stollen sowie Hallen errichten. Diese unterirdischen Anlagen gleichen oft einem steinernen
Labyrinth, dessen Wege nur den Angehörigen des Clans wirklich vertraut sind.
Unter allen Zwergen genießen die Eisenfäuste den größten Ruhm als Schmiedekünstler. Ihre Fähigkeit, Erz aus
dem Berg zu lösen und zu formen, gilt als unerreicht. Waffen, Rüstungen und Werkzeuge aus ihren Schmieden
sind in ganz Adurath geschätzt und überdauern nicht selten Generationen. Für sie ist der Berg nicht bloß
Rohstoff, sondern ein ehrwürdiger Ursprung, dem man mit Respekt begegnet.
Standhaft, arbeitsam und von unbeugsamem Willen, spiegeln die Eisenfäuste in ihrem Wesen den Stein wider,
aus dem sie ihre Reiche erschaffen.</i>
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'''Erscheinungsbild''' <br>
'''Größe:''' bis 140 Maßeinheiten <br>
'''Statur:''' Kräftig <br>
'''Hautfarbe:''' Helle bis dunkle Hautfarbe <br>
'''Heimat:''' Gebirge und Hügel <br>
'''Glauben:''' Nicht bekannt <br>
'''Äquivalent:''' Zwerge (HdR) <br>
'''Ende der Archivrolle Nr. 25'''
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==Archivrolle Nr. 26 – „Von den Grimmbärten Aduraths“==
<i>verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära<br>
von Chronist Merolan Tarfried<br>
Die Grimmbärte gelten unter den Zwergensippen als die gefürchtetsten. Ihr Ruf eilt ihnen voraus, denn sie
treten rau, direkt und oft mit offener Aggression auf. Nicht selten verlassen sie ihre Heimat, um in fremde
Ländereien vorzustoßen – sei es aus Notwendigkeit, Vergeltung oder altem Groll. Viele Chronisten berichten
von Begegnungen, die eher an einen Sturm aus Stahl erinnerten als an Verhandlungen.
Im Gegensatz zu den meisten Zwergen leben die Grimmbärte nur selten tief unter der Erde. Stattdessen
errichten sie robuste Steinhäuser und befestigte Siedlungen an den Hängen von Gebirgen, wo Fels und Erde
gleichermaßen greifbar bleiben. Ihre Reiche finden sich vor allem in gemäßigten bis südlichen Regionen Aduraths.
Auffällig ist ihre ungewöhnlich starke Hinwendung zur Landwirtschaft. Terrassierte Felder, Viehzucht und
Vorratshaltung prägen ihr Leben ebenso sehr wie Axt und Hammer. Der Bergbau tritt bei ihnen in den Hintergrund –
nicht aus Mangel an Können, sondern aus bewusster Entscheidung. Die Grimmbärte verstehen es, dem Land ebenso
viel abzuringen wie dem Stein, und verteidigen beides mit derselben unerbittlichen Härte.</i>
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'''Erscheinungsbild''' <br>
'''Größe:''' bis 145 Maßeinheiten <br>
'''Statur:''' Kräftig <br>
'''Hautfarbe:''' Helle Hautfarbe <br>
'''Heimat:''' Gebirge <br>
'''Glauben:''' Nicht bekannt <br>
'''Äquivalent:''' Zwerge (HdR) <br>
'''Ende der Archivrolle Nr. 26'''
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==Archivrolle Nr. 27 – „Von den Langbärten Aduraths“==
<i>verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära<br>
von Chronist Merolan Tarfried<br>
Die Langbärte bilden eine vergleichsweise kleine Zwergensippe, doch ihr Einfluss reicht weit über ihre geringe
Zahl hinaus. Sie sind bekannt für ihre Gelehrsamkeit, ihre ruhige Art und die außergewöhnliche Weisheit ihrer
Ältesten. Unter allen Zwergen finden sich bei ihnen die meisten Greise, deren Erinnerungen tiefer reichen als
viele geschriebene Chroniken.
In ihrer Lebensweise ähneln sie den Eisenfäusten. Sie errichten ihre Reiche tief im Fels und schätzen Ordnung,
Beständigkeit und handwerkliche Präzision. Doch während andere Zwerge den Hammer schwingen, nähren die Langbärte
vor allem ihren Geist. Wissen, Überlieferungen und Erinnerungen gelten ihnen als wertvoller als Erz.
Nichtsdestotrotz wäre es ein schwerer Irrtum, sie für schwach zu halten. Jeder Langbart besitzt das handwerkliche
Geschick, Schmuckstücke und Artefakte von solcher Feinheit zu erschaffen, dass sie jene anderer Völker mühelos
übertreffen. Sie wählen jedoch bewusst den Weg des Bewahrens statt des Eroberns — und machen sich so zu lebenden
Archiven ihres Volkes.</i>
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'''Erscheinungsbild''' <br>
'''Größe:''' bis 135 Maßeinheiten <br>
'''Statur:''' Rundlich, lange Bärte <br>
'''Hautfarbe:''' Helle Hautfarbe <br>
'''Heimat:''' Gebirge, Hügel und Täler <br>
'''Glauben:''' Nicht bekannt <br>
'''Äquivalent:''' Zwerge (HdR) <br>
'''Ende der Archivrolle Nr. 27'''
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==Archivrolle Nr. 28 – „Von den Steinbrechern Aduraths“==
<i>verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära<br>
von Chronist Merolan Tarfried<br>
Die Steinbrecher zählen zu den kleineren Zwergensippen Aduraths und sind weithin für ihre Sturheit und ihren
unbeugsamen Willen bekannt. Mürrisch im Auftreten und dickköpfig im Wesen, lassen sie sich nur schwer von einmal
gefassten Überzeugungen abbringen. Was ein Steinbrecher beschlossen hat, gilt — und wird notfalls mit der Faust
oder der Axt verteidigt.
Innerhalb ihrer Clans spielt Stärke eine zentrale Rolle. Häufig steht an der Spitze ein sogenannter Steinbrecher,
ein Anführer, der sich seine Stellung im offenen Zweikampf erstritten hat. Diese Tradition ist tief verwurzelt,
wenngleich es Ausnahmen gibt, bei denen Erfahrung oder Klugheit über rohe Kraft siegen konnten. Doch auch diese
Anführer mussten ihren Platz einst beweisen.
Trotz ihres rauen Wesens sind die Steinbrecher für ihre ausgelassenen Feste bekannt. Sie feiern laut, lange und
mit reichlich Bier. Trinken, Wettkämpfe und Gesang gehören ebenso zu ihrem Alltag wie harte Arbeit im Stein. Ein
Fest der Steinbrecher endet selten leise — und nie nüchtern.
Wer sie unterschätzt, begeht einen Fehler. Die Steinbrecher kämpfen mit unerschütterlicher Entschlossenheit und
weichen selbst im Angesicht des Todes nicht zurück. Für Clan, Ehre und den Krug in ihrer Hand stehen sie fester
als jeder Fels.</i>
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'''Erscheinungsbild''' <br>
'''Größe:''' bis 150 Maßeinheiten <br>
'''Statur:''' Kräftig bis Muskulös, wenig Kopfbehaarung <br>
'''Hautfarbe:''' Helle bis dunkle Hautfarbe <br>
'''Heimat:''' Gebirge <br>
'''Glauben:''' Nicht bekannt <br>
'''Äquivalent:''' Zwerge (HdR) <br>
'''Ende der Archivrolle Nr. 28'''
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Version vom 7. Februar 2026, 09:16 Uhr

Archivrolle Nr. 24 – „Von den Zwergen Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Die Zwerge zählen gemeinsam mit den Elfen zu den ältesten bekannten Völkern Aduraths. Während Elfen ihre Ursprünge offen im Licht der Welt verorten, berichten mir die Zwerge selbst, mit unbeirrbarer Gewissheit, dass ihr Volk bereits existierte, ehe die ersten Spitzohren die Wälder betraten. In jenen frühen Zeiten lebten sie verborgen unter der Erde, tief in den Bergen, fern von Sonne und Sternen. Dort, im Schutz des Felsen, errichteten sie ihre ersten Reiche aus Stein, in Stille, Ausdauer und unbeirrbarer Geduld.

Erst als sich andere Völker an der Oberfläche niederließen, so heißt es in den zwergischen Überlieferungen, begannen einzelne Clans aus der Tiefe hervorzutreten. Nicht aus Neugier, sondern aus Vorsicht — und aus dem Bedürfnis heraus, die Welt über ihren Hallen zu verstehen, um sie gegebenenfalls schützen zu können. Zu diesem Zeitpunkt waren die Zwerge in vielerlei Hinsicht bereits weit fortgeschritten. Besonders in der Kunst des Schmiedens, der Steinverarbeitung und im Bau tiefer Minen galten sie schon damals als unerreicht. Wo andere Völker im Fels nur ein Hindernis sahen, erkannten Zwerge Struktur, Nutzen und Beständigkeit. In meinen Studien wurde mir die beinahe untrennbare Verbindung zwischen Zwergen und ihren Bergen deutlich: Für sie sind Gebirge nicht bloß Heimat, sondern auch lebendige Zeugen ihrer Geschichte. Jeder Stollen, jede Halle und jede Schmiede trägt die Spuren vergangener Generationen.

Zwar stehen viele Zwerge den arkanen Künsten mit Skepsis gegenüber, doch gleichen sie ihre mangelnden Kompetenzen durch fortschrittliche Bau- und Ingenieurskunst aus, die ihresgleichen sucht. Zahnräder, Hebelwerke und leistungsfähige Konstruktionen ersetzen für sie Zauber und nicht selten überdauern ihre Werke die Jahrhunderte nahezu unverändert. Die meisten Zwerge leben noch immer tief im Inneren der Berge in weitläufigen Höhlenstädten. Diese Reiche bestehen aus gewaltigen Hallen, verbunden von zahllosen Gängen und Stollen, die sich wie Adern durch das Gesteinsmassiv ziehen. Um in den Städten anderer Völker als Schmiede, Händler oder Handwerker zu wirken, verlassen aber auch selbst sie ihre langlebigen Festungen. Allerdings sieht man sie eher selten als Soldaten fremder Reiche, denn ihre Loyalität gilt stets dem eigenen Clan und den Hallen ihrer Ahnen.

Erscheinungsbild

Auf den ersten Blick wirken Zwerge klein und gedrungen. Die meisten erreichen kaum mehr als 1,50 Maßeinheiten an Höhe. Doch dieser erste Eindruck trügt. Was Außenstehenden bisweilen üppig und plump erscheint, ist in Wahrheit ein drahtiger, muskulöser Körperbau von bemerkenswerter Leistungsfähigkeit. Geschaffen für intensive Arbeiten unter Tage, vermögen Zwerge Lasten zu stemmen und Werke zu vollbringen, die hochgewachsenen Völkern noch gehörige Umstände bereiten würden.

Ihr Wuchs ist kräftig und beinahe unerschütterlich, als hätte der Fels selbst ihnen Standhaftigkeit verliehen. Dichter, buschiger Haarwuchs und markante Nasen prägen ihr Antlitz. Besonders auffällig jedoch ist der Bart, der für männliche Zwerge weit mehr als bloßer Schmuck ist. Er gilt als heiligstes Merkmal ihres Körpers und bildet sowohl Ehre, Reife als auch Disziplin ab. Gepflegt, geflochten oder geschmückt getragen, zeugt er vom Stande eines Zwerges und vom Respekt, den er unter seinesgleichen genießt. Ein ungepflegter Bart hingegen gilt als Schandfleck für den gesamten Clan und wird nur Schwerstkranken nachgesehen.

Einige ihrer Altvorderen sollen das vierhundertste Lebensjahr überschritten haben. Damit zählen die Zwerge nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den langlebigsten Völkern Aduraths. Ihre Reife zeigt sich in Schichten — so wie der Stein, aus dem sie hervorgegangen sind.

Aus allem, was sich über die Zwerge berichten lässt, kristallisieren sich vier Dinge heraus, die ihnen über alles bedeuten: ihr Bier, ihre Clans, ihre Schmiedekunst und ihre Bärte. In diesen vier Säulen spiegelt sich ihr gesamtes Wesen wider: bodenständig, traditionsbewusst und unbeugsam/kraftvoll. Ein Zwerg mag verhandeln, feilschen oder gar nachgeben, doch rührt man an diese Grundpfeiler, stößt man auf den Widerstand eines ganzen Volkes, welches so standhaft ist wie der Fels, aus dem es geboren wurde.

Lebensweise

Kaum ein Zwerg ist ohne seine Werkzeuge oder Waffen anzutreffen. Axt und Hammer sind allgegenwärtige Begleiter — im Alltag sowie im Kampf. Man sagt, ein Zwerg werfe niemals seine Axt; und sollte er es doch tun, dann nur, weil er bereits eine Zweite griffbereit hat. Rüstung und Schmiedeschurz sind gleichermaßen vertraute Bilder, denn für Zwerge ist das Schmieden ebenso ehrenhaft, wie der Kampf.

In ihrem Wesen sind Zwerge von triefgreifender Loyalität durchdrungen. Ihr Leben ist dem Clan und dem Stamm verpflichtet, denen sie mit unerschütterlicher Treue dienen. Viele sehen sich als Hüter des Landes, welches sie bewohnen, und als Bollwerk gegen die Schrecken, die aus Tiefe, Wildnis oder Dunkelheit drohen. Nicht selten stellen sie sich schützend vor Schwächere — und wenn es sein muss, kämpfen sie bis zum letzten Atemzug.

Das Zusammenleben der Zwerge ist stark von Clanstrukturen geprägt. Jeder Clan folgt seinen eigenen Regeln und Traditionen, häufig unter der Führung eines Clanoberhauptes, dessen Wort das meiste Gewicht unter ihnen hat. In manchen Gemeinschaften reicht seine Autorität bis in familiäre Angelegenheiten hinein, während andere Clans freier und liberaler geführt werden. Trotz dieser Strenge sind Zwerge keineswegs einheitlichen Charakters — ihr Wesen ist so vielfältig und ihr Meinungen so verzweigt wie die Stollen ihrer Berge. So bleiben viele Zwerge lieber unter ihresgleichen, verbunden durch Stein, Blut und Bier. Doch manche zieht es hinaus in die Welt. Was jedoch alle eint, ist ihre Standhaftigkeit, ihr Pflichtgefühl und die Überzeugung, dass wahre Stärke aus Beständigkeit erwächst.

Ende der Archivrolle Nr. 24


Archivrolle Nr. 25 – „Von den Eisenfäusten Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Die Eisenfäuste zählen zu den am weitesten verbreiteten Zwergenstämmen Aduraths. Ihre Reiche finden sich sowohl in gemäßigten Gebirgen als auch in den kalten Höhen des Nordens, wo sie tief in den Fels eindringen und weitläufige Stollen sowie Hallen errichten. Diese unterirdischen Anlagen gleichen oft einem steinernen Labyrinth, dessen Wege nur den Angehörigen des Clans wirklich vertraut sind.

Unter allen Zwergen genießen die Eisenfäuste den größten Ruhm als Schmiedekünstler. Ihre Fähigkeit, Erz aus dem Berg zu lösen und zu formen, gilt als unerreicht. Waffen, Rüstungen und Werkzeuge aus ihren Schmieden sind in ganz Adurath geschätzt und überdauern nicht selten Generationen. Für sie ist der Berg nicht bloß Rohstoff, sondern ein ehrwürdiger Ursprung, dem man mit Respekt begegnet.

Standhaft, arbeitsam und von unbeugsamem Willen, spiegeln die Eisenfäuste in ihrem Wesen den Stein wider, aus dem sie ihre Reiche erschaffen.

Erscheinungsbild
Größe: bis 140 Maßeinheiten
Statur: Kräftig
Hautfarbe: Helle bis dunkle Hautfarbe
Heimat: Gebirge und Hügel
Glauben: Nicht bekannt
Äquivalent: Zwerge (HdR)

Ende der Archivrolle Nr. 25


Archivrolle Nr. 26 – „Von den Grimmbärten Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Die Grimmbärte gelten unter den Zwergensippen als die gefürchtetsten. Ihr Ruf eilt ihnen voraus, denn sie treten rau, direkt und oft mit offener Aggression auf. Nicht selten verlassen sie ihre Heimat, um in fremde Ländereien vorzustoßen – sei es aus Notwendigkeit, Vergeltung oder altem Groll. Viele Chronisten berichten von Begegnungen, die eher an einen Sturm aus Stahl erinnerten als an Verhandlungen.

Im Gegensatz zu den meisten Zwergen leben die Grimmbärte nur selten tief unter der Erde. Stattdessen errichten sie robuste Steinhäuser und befestigte Siedlungen an den Hängen von Gebirgen, wo Fels und Erde gleichermaßen greifbar bleiben. Ihre Reiche finden sich vor allem in gemäßigten bis südlichen Regionen Aduraths.

Auffällig ist ihre ungewöhnlich starke Hinwendung zur Landwirtschaft. Terrassierte Felder, Viehzucht und Vorratshaltung prägen ihr Leben ebenso sehr wie Axt und Hammer. Der Bergbau tritt bei ihnen in den Hintergrund – nicht aus Mangel an Können, sondern aus bewusster Entscheidung. Die Grimmbärte verstehen es, dem Land ebenso viel abzuringen wie dem Stein, und verteidigen beides mit derselben unerbittlichen Härte.

Erscheinungsbild
Größe: bis 145 Maßeinheiten
Statur: Kräftig
Hautfarbe: Helle Hautfarbe
Heimat: Gebirge
Glauben: Nicht bekannt
Äquivalent: Zwerge (HdR)

Ende der Archivrolle Nr. 26


Archivrolle Nr. 27 – „Von den Langbärten Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Die Langbärte bilden eine vergleichsweise kleine Zwergensippe, doch ihr Einfluss reicht weit über ihre geringe Zahl hinaus. Sie sind bekannt für ihre Gelehrsamkeit, ihre ruhige Art und die außergewöhnliche Weisheit ihrer Ältesten. Unter allen Zwergen finden sich bei ihnen die meisten Greise, deren Erinnerungen tiefer reichen als viele geschriebene Chroniken.

In ihrer Lebensweise ähneln sie den Eisenfäusten. Sie errichten ihre Reiche tief im Fels und schätzen Ordnung, Beständigkeit und handwerkliche Präzision. Doch während andere Zwerge den Hammer schwingen, nähren die Langbärte vor allem ihren Geist. Wissen, Überlieferungen und Erinnerungen gelten ihnen als wertvoller als Erz.

Nichtsdestotrotz wäre es ein schwerer Irrtum, sie für schwach zu halten. Jeder Langbart besitzt das handwerkliche Geschick, Schmuckstücke und Artefakte von solcher Feinheit zu erschaffen, dass sie jene anderer Völker mühelos übertreffen. Sie wählen jedoch bewusst den Weg des Bewahrens statt des Eroberns — und machen sich so zu lebenden Archiven ihres Volkes.

Erscheinungsbild
Größe: bis 135 Maßeinheiten
Statur: Rundlich, lange Bärte
Hautfarbe: Helle Hautfarbe
Heimat: Gebirge, Hügel und Täler
Glauben: Nicht bekannt
Äquivalent: Zwerge (HdR)

Ende der Archivrolle Nr. 27


Archivrolle Nr. 28 – „Von den Steinbrechern Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Die Steinbrecher zählen zu den kleineren Zwergensippen Aduraths und sind weithin für ihre Sturheit und ihren unbeugsamen Willen bekannt. Mürrisch im Auftreten und dickköpfig im Wesen, lassen sie sich nur schwer von einmal gefassten Überzeugungen abbringen. Was ein Steinbrecher beschlossen hat, gilt — und wird notfalls mit der Faust oder der Axt verteidigt.

Innerhalb ihrer Clans spielt Stärke eine zentrale Rolle. Häufig steht an der Spitze ein sogenannter Steinbrecher, ein Anführer, der sich seine Stellung im offenen Zweikampf erstritten hat. Diese Tradition ist tief verwurzelt, wenngleich es Ausnahmen gibt, bei denen Erfahrung oder Klugheit über rohe Kraft siegen konnten. Doch auch diese Anführer mussten ihren Platz einst beweisen.

Trotz ihres rauen Wesens sind die Steinbrecher für ihre ausgelassenen Feste bekannt. Sie feiern laut, lange und mit reichlich Bier. Trinken, Wettkämpfe und Gesang gehören ebenso zu ihrem Alltag wie harte Arbeit im Stein. Ein Fest der Steinbrecher endet selten leise — und nie nüchtern.

Wer sie unterschätzt, begeht einen Fehler. Die Steinbrecher kämpfen mit unerschütterlicher Entschlossenheit und weichen selbst im Angesicht des Todes nicht zurück. Für Clan, Ehre und den Krug in ihrer Hand stehen sie fester als jeder Fels.

Erscheinungsbild
Größe: bis 150 Maßeinheiten
Statur: Kräftig bis Muskulös, wenig Kopfbehaarung
Hautfarbe: Helle bis dunkle Hautfarbe
Heimat: Gebirge
Glauben: Nicht bekannt
Äquivalent: Zwerge (HdR)

Ende der Archivrolle Nr. 28


Archivrolle Nr. 29 – „Glaube der Zwerge Aduraths“

verfasst im 282. Jahr der Vierten Ära
von Chronist Merolan Tarfried

Eintrag der Chroniken

Die Zwerge verehren vor allem ihre Ahnen, sowie ihre tiefe, untrennbare Verbundenheit mit dem Berg. Sie kennen keine geweihten Tempel oder einzelnen, heiligen Stätten, denn für sie ist der Berg in seiner Gesamtheit heilig – von den tiefsten Stollen bis zu den höchsten Gipfeln.

Ihre Religion zu verstehen gilt selbst unter Gelehrten als schwierig und vielschichtig. Viele ihrer Bräuche reichen weiter zurück, als es schriftliche Aufzeichnungen vermögen, und stammen von Ahnen aus längst vergangenen Jahrtausenden.

Auch die Wiedergeburt nimmt einen zentralen Platz im spirituellen Leben der Zwerge ein. Sie glauben, dass der Geist ihrer Ahnen fortbesteht, solange er bewahrt und geehrt wird, und dass er eines Tages in neuer Gestalt in die Welt zurückkehrt. Magische Begabung ist unter Zwergen selten, und selbst jene, die sie besitzen, genießen meist kein hohes Ansehen, da Magie als flüchtig und unzuverlässig gilt.

Der Schutz des Berges sowie der Ahnenhallen bildet einen der wichtigsten Pfeiler ihres Glaubens. Diese Orte werden nicht nur als Heimstatt der Vorfahren verehrt, sondern auch als Quelle ihres Reichtums, ihrer Stärke und ihres Fortbestehens.

Ende der Archivrolle Nr. 29